29. August 2010

Manche Menschen

Es gibt Leute auf dieser Welt, die sind einfach nur peinlich und ein Störfaktor. Die kann man einfach nicht ignorieren, auch wenn man das gerne möchte. Ihr kennt das doch bestimmt auch. Eigentlich ist man doch ein recht toleranter Mensch und man gibt jedem Individuum eine gewisse Chance. Oder es ist zumindest gut, wenn Fremde einem nicht unangenehm auffallen. Oder ist es denn typisch deutsch, dass einem solche Leute einfach nur auf die Nerven gehen, die zu extrem, zu anders sind als alle anderen? Individualität ist eine tolle Sache, aber nur wenn sie originell ist und andere inspiriert, aber von nervigen und dreisten Menschen kann man das nun wirklich nicht behaupten. Heute musste ich aber gleich zweimal ganz schön den Kopf schütteln.



Verregnetes Düsseldorf. Starbucks an der Kö, gegenüber der Mayerschen.


An diesem Samstag war ich mal wieder in Düsseldorf. Ich muss ja mein Studententicket ausnutzen, solange ich es noch habe! Und ich habe mich mit zwei lieben Freundinnen getroffen, wir haben natürlich wieder das Übliche unternommen, unter anderem waren wir selbstverständlich im OCS (japanische Buchhandlung) und haben Purikura gemacht.



Wäre toll, wenn man die als Passbilder verwenden könnte. XD Man sieht immer gut aus.


Und auf was trifft man so gut wie immer, wenn man sich im Japanviertel aufhält? Richtig, auf Visu-Kinder. Ich bin ein netter Mensch, oft auch zu nett. Und jedem soll es frei stehen, wie er/sie sich kleidet, welchen Stil man mag und vertreten möchte. Aber muss das gleich heißen, dass die Mehrheit unmögliche Verhaltensweisen an den Tag legen?! Ich habe das nun schon seit mehreren Jahren beobachtet und ich bewege mich nicht erst seit gestern in dieser Szene. Aber die Visu-Sparte ist echt schlimm geworden. Ein Großteil ist laut, benimmt sich asozial und ist peinlich. Sie benehmen sich nicht ihrem Alter entsprechend, kreischen durch die Gegend, wenn sie jemand Bekanntes entdecken und lungern wie die Penner auf dem Boden herum. Zum Glück nicht mehr IM OCS, aber immer noch davor und auch im Hauptbahnhof. Während wir drei am Purikura-Automaten anstanden, donnerte eine Gruppe dieser Kinder herein und wir kamen in den Genuss ihrer überaus intellektuellen Wortwahl und Stimmlage. Ich sage nur: Fremdschämen deluxe. Ich mein, ich habe auch ein paar Freunde, die in diesem Bereich der Szene aktiv waren und diesen Stil angenommen hatten. (Ja, waren und hatten. XD) Aber die waren niemals so schlimm.



Abschiedsbuch bei McCafé weiter gefüllt und den genialen Apfelkuchen gegessen!


So, mein zweiter Fremdschäm-Moment war etwas krasser. Und zwar im Zug nach Hause. Da hat sich eine Transe mit ihren Freundinnen auf's Gröbste angezickt und angeschrien. Jawohl, angeschrien! So viele Schimpfwörter habe ich noch nie innerhalb von 10 Minuten gehört, danach habe ich die Musik meines iPods lauter gedreht. Die Transe verließ sogar mehrmals wutschnaubend das Abteil, nachdem sie den halben Zug zusammen geschrien hatte, kam aber jedes Mal nach wenigen Minuten wieder zurück und es ging wieder von vorne Lust. Peinlich peinlich. Und die Freundinnen hatten auch noch diesen schönen ... ich sag mal Migrantenakzent. XD Herrlich, ich konnte wirklich nur den Kopf schütteln.



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