4. Februar 2011

Meine Arbeit im Guesthouse

Diesen Eintrag wollte ich eigentlich schon lange schreiben. Und seit wohl fast einem Monat habe ich auch schon nichts wirklich Sinnvolles mehr gebloggt. Sorry! Vielleicht sollte ich über mehr random Sachen schreiben und mal wieder ein paar Stadtteile in Osaka vorstellen. Aber in diesem Eintrag widme ich mich erst einmal meiner Arbeit. Seit schon über einem Monat bin ich jetzt im Guesthouse Koma in Osaka, lebe und arbeite dort fast jeden Tag. Die Arbeit dort ist nicht besonders schwer, aber interessant und bringt mir im Leben womöglich mehr, als wenn ich in einem Conbini oder im Gastronomiebereich arbeite, wenn ich später in die Tourismus-Branche einsteigen möchte. Vormittags erledigen wir die meiste Arbeit, die darin besteht, dass wir die Betten der Gäste neu beziehen, die am Morgen ausgecheckt haben, das gesamte Guesthouse saugen (so groß ist es nicht), Müll leeren, die Matten in den Duschen auswechseln, Duschen und Toiletten putzen und Wäsche waschen. Manchmal stehen noch spezielle Aufgaben an, wie die Klimaanlagen säubern oder Fenster und Böden gründlich putzen, aber das ist nicht alltäglich. Meistens brauchen wir dafür nur eine Stunde, gab es viele Check-outs auch anderthalb oder sogar zwei Stunden, aber das ist eher selten der Fall. Danach gibt es Mittagessen und nachmittags wird auf Check-ins gewartet, sowie zwischendurch die Wäsche gebügelt. Nebenbei lernen wir, sind im Internet, lesen was oder machen was auch immer. Allzu anstrengend ist es also nicht, manchmal auch etwas langweilig, wenn man nicht weiß, womit man sich beschäftigen soll, aber generell ist es eine echt gute Arbeit, da es recht locker hier zugeht. An zwei Tagen in der Woche habe ich frei, an denen ich dann meine Nachhilfe lege. Wenn ich dann dienstags und donnerstags meine Deutschstunden habe, habe ich quasi eine 7-Tage-Woche, aber das ist nicht so schlimm, denn die Nachhilfe macht Spaß und meine Schüler sind sehr nett! Es ist also gut verdientes Geld und im Moment meine einzige Geldquelle, da meine Arbeit im Guesthouse zwar nicht bezahlt wird, aber dafür kann ich dort umsonst leben und bekomme zwei Mahlzeiten am Tag. Außerdem gibt es freien Wifi-Internetzugang und die Betten sind wirklich bequem. Ab und zu darf ich auch das Hostel verlassen, wenn nicht viel los ist, auch wenn es nicht mein freier Tag ist. Mein Chef ist da recht locker. Und hin und wieder haben wir auch special Events hier! Ob wir nun zusammen zu einem Matsuri (Festival) gehen, Purikura machen, Fußball-Spiele des japanischen Nationalteams gucken oder diverse Gerichte komplett selbst zubereiten, u.a. Takoyaki, Gyoza oder Würstchen ... hier gibt es ziemlich viel Abwechslung und den Gästen gefallen diese geselligen Abende besonders. Die meisten Gäste hier kommen aus Korea, sodass sich schnell Freundschaften schließen, aber man kommt auch mit anderen internationalen Leuten ins Gespräch und schnell werden dann Facebook-Kontakte ausgetauscht. So kommt es dann, dass man Menschen aus Südkorea, Australien, Kanada, Amerika, England, Irland usw. kennenlernt.


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Fotos von Noris (Kollege mit Dreadlocks) Abschiedsparty, Fußballspiel Japan versus Korea (Asian Cup) und unserer lustigen Takoyaki-Party. Von einigen Gästen habe ich auch schon zu hören bekommen, dass die Atmosphäre hier im Guesthouse Koma sehr familiär ist und es sich mehr wie eine Art Homestay anfühlt, statt eines herkömmlichen Hostel-Aufenthalts. Das ist doch eines der schönsten Komplimente, das eine Herberge bekommen kann, oder? Auch ich denke, dass es eine sehr gute Sache ist, dass unser Staff sich mit den Gästen auseinandersetzt, sich einbringt und sich nicht hinter der Rezeption oder in einem Staff-Raum abschottet.




Das ist eines meiner bisherigen Lieblingsfotos, einfach weil es unser Staff ist (Chef, Nori, der jetzt leider nicht mehr da ist, und ich) und ich diese koreanischen Gäste sehr mochte. Total lieb und herzlich! Hier hat man sehr viel Spaß! Solltet ihr so etwas mal in Erwägung ziehen, kann ich euch die Arbeit hier empfehlen. Selbst wenn ihr euren Urlaub mal hier verbringen wollt, einen Monat hier arbeiten und an den freien Tagen oder abends Osaka erkunden, nach Kyoto fahren oder andere Orte besuchen wollt, es lohnt sich, da man für die Unterkunft ja nichts bezahlen muss. Japanisch- und Englischkenntnisse sollten jedoch vorhanden sein. Koreanisch ist auch von Vorteil, aber auf jeden Fall nicht notwendig. Bewerben kann man sich einfach mit japanischen Lebenslauf über E-mail und dann wird man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, was aber recht locker verläuft.




Ich habe mir gedacht, ich hänge ab jetzt an jeden Eintrag ein Musikvideo dran, das mir momentan sehr gut gefällt. Wen es nicht so sehr interessiert, kann es auch gerne ignorieren, aber vielleicht gefällt es ja doch dem ein oder anderen. In diesem Eintrag handelt es sich um:


Seungri [Big Bang] - V.V.I.P.



Ich mag Alice-in-Wonderland-Bezüge in Musikvideos sehr gerne! Seungri hat eine wunderbare Gesichtsmimik, ich kann ihn mir sehr gut als Schauspieler vorstellen. Das Lied ist wahrscheinlich Geschmackssache, aber ich liebe es! Und natürlich mag ich Seungri auch, weil er ein Mitglied meine absoluten Lieblings-K-Pop-Gruppe Big Bang ist. Ab morgen gibt es im Uniqlo T-shirts und Hoodies zur Big Bang Tour, die im Frühling in Japan startet! Ich muss es unbedingt ausnutzen, dass ich gerade hier bin! Ich will ein T-shirt, einen Hoodie und muss sowas von versuchen, ein Ticket zu ergattern, denn der Osaka Dome ist hier quasi bei mir um die Ecke!


2 Kommentare:

  1. orr nach all deinen fotos und nun die empfehlung mit dem job bei koma, reizt es einen doch auch nach osaka zu gehn xD voll toll

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  2. @Kiwi: Jaah! : D Das ist meine Absicht! Man kann ja bekanntlich 3 Monate ohne Visum im Ausland leben und ich finde, das ist eine echt gute Erfahrung. In 4 Wochen hat man immerhin 8 Tage auf jeden Fall frei, um die Gegend zu erkunden, aber auch so kann man mal hin und wieder rausgehen. Die Geschäfte haben ja auch meist lange auf, mindestens bis 21 Uhr!

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