2. März 2011

Nachhilfe und 30-days-challenge 4

Was, schon März?! Wo ist die Zeit denn bloß geblieben? Wie kann das sein? Ach ja, dieses dumme Schaltjahr, da war ja was. Und wieder melde ich mich nach ein paar Wochen erst wieder aus der Versenkung zurück. Ich blogge wirklich zu selten, aber meistens gibt es einfach nichts allzu Spektakuläres zu berichten, als dass ich dem einen Eintrag widmen könnte. Habe ich in letzter Zeit irgendetwas Besonderes gemacht? Ich glaube nicht. Ich arbeite wie immer und an meinen beiden freien Tagen treffe ich mich mit meinen Schülern zum Deutschunterricht, aber momentan sind es leider nur zwei Leute, denen ich regelmäßig Deutsch beibringe. Also sehr wenig. Aber dennoch habe ich viel Spaß mit ihnen und ich hoffe, dass sie mir bis zum Ende erhalten bleiben, denn nebenbei sind sie auch meine Freunde geworden, zumindest meinerseits.


So sieht mein Arbeitsplatz Dienstag vormittags aus. Maruyama-san mietet immer für zwei Stunden einen kleinen Seminarraum in einem Wohnkomplex in Temma, das ist direkt neben Osaka City. Dort unterhalten wir uns oder machen ein paar Konversations- und Leseübungen. In einer Stunde habe ich sogar mal die wunderbare Welt der Pflanzen auf Deutsch erklärt. Wer sehen möchte, wie das mit den Blümchen und Bienchen funktioniert, klickt bitte hier! In letzter Zeit ist es zur Angewohnheit geworden, dass er mich anschließend zum Mittagessen einlädt und wehren ist zwecklos, ehrlich! Danach geht es in ein Café oder ich gehe alleine in eins zum Lernen, dann habe ich noch meinen Unterricht mit Maiko, auch zwei Stunden lang in einem Café in Umeda. Damit ist mein Dienstag relativ ausgelastet, aber ich mag es sehr gerne, denn so habe ich wenigstens etwas zu tun, ich komme mal raus aus dem Guesthouse und ich habe viel Spaß dabei. Gestern hatte Maruyama-san die Idee, in ein "Neko Kissaten" (Katzen-Café) zu gehen. Davon habe ich noch nie gehört und als Katzenbesitzerin hat es mich natürlich total gefreut! Zuerst hat man eine Stunde im Katzenraum Zeit, wo man die Fellknäuel streicheln kann, anschließend geht man nebenan in den Café-Raum und trinkt dort etwas, beides ist im Drinkset enthalten. Ich finde diese Idee total genial, aber ich glaube, dass so etwas in Deutschland kaum Erfolg hätte, denn die Deutschen sehen so etwas sicher als unnötig an. Anschließend sind wir zufuß nach Umeda zu "Yodobashi Kamera", einem großen Elektrohandel, gegangen, da ich mir unbedingt eine Polaroid-Kamera von Fujifilm holen wollte! Gesagt getan und ich liebe sie!


Ist sie nicht schick? Ich steh irgendwie voll auf diese eirige Form und auch wenn es das billigste Modell war, so mag ich die Fotos! So schön nostalgisch und Polaroids vermitteln irgendwie immer so eine schöne Stimmung, nichts ist am Computer bearbeitet und man hat die Bilder direkt in der Hand. Dazu habe ich ein kleines Album und ein 5er Pack Filmkassetten mit jeweils 10 Fotos gekauft, also insgesamt kann ich erstmal 50 Polaroids knipsen, aber ich werde sparsam damit umgehen. Ich werde damit Fotos von mir wichtigen Leuten machen und vielleicht auch von schönen Orten. Ich wünschte nur, ich hätte sie schon etwas früher gehabt. Nach dem Kauf ging es dann noch ins Café zum Unterricht mit Maiko. Ich mag sie sehr gern und im Anschluss haben wir Purikuras gemacht! Dabei haben wir allerdings beide meine Bezahlung vergessen, aber dann bekomme ich nächsten Dienstag einfach den doppelten Betrag. Den Donnerstag habe ich dann meistens komplett frei, da mein dritter Schüler mir fast immer wegen Arbeit absagt und ein anderer meldet sich nicht von sich aus. Bei Emails sind einige Japaner wohl etwas unzuverlässig. Eeetwas.


Und so sieht es dann aus, wenn ich mich im Royal Host zum lernen niederlasse. Grammatikwiederholung, Beispielsätze formen und Vokabeln lernen.


So, und da der Eintrag noch nicht lang genug ist (HUST), gibt es jetzt noch die weiteren fünf Fragen der 30-Days-Challenge.


16. Oh Mann, da gibt es eigentlich mehrere. Ich liebe Disney-Filme, aber von den Prinzessinnenfilmen mag ich Arielle am liebsten. Zu schade nur, dass der Film durch eine komplett neue Synchronisation verhunzt wurde. Andere Filme, die ich sehr gerne mag: Aladdin, Der König der Löwen, Der Glöckner von Notre Dame, Tarzan, Der Schatzplanet, Aristocats und Die Schöne und das Biest.

17. Nicht besonders schön, aber äußerst bequem und sehr warm. Man hat sich außerdem an den Anblick gewöhnt, also so schlimm wie am Anfang finde ich die Dinger gar nicht mehr. Muss ich trotzdem nicht haben.

18. Eh, ich gehe mal davon aus, zumindest Wasser. Milch nur in Kaffee, zuhause in Deutschland auch mit Müsli oder Cornflakes.

19. H.I. aber er ist nicht einfach nur ein Crush.

20. Ich trage jeden Tag meine Brille. Ich bin kurzsichtig und meine Augen sind in den letzten Jahren immer schlechter geworden. Anfangs betrug meine Glasstärke nur -0,75 und jetzt sind es -1,5, das eine Auge ist aber glaube ich -1,25, bin mir aber nicht mehr so sicher. Ich habe in der Oberstufe angefangen, wieder regelmäßig eine Brille zu tragen und dann hat sich das bei mir einfach etabliert, sodass ich sie seitdem jeden Tag trage. Beim Autofahren muss ich sie tragen. Noch dazu denke ich, dass eine Brille mir recht gut steht, deswegen habe ich kein Problem damit. Kontaktlinsen wären vielleicht auch ok, aber ich finde es nervig, die jeden Tag einsetzen zu müssen. Und wie ich mich kenne, verliere ich eine der Linsen sicher nach kurzer Zeit. Also lasse ich das lieber und kaufe mir alle 2-3 Jahre eine neue Brille.


Oh, die Fragen waren jetzt einfach und schnell beantwortet. Gut für mich, ich geh jetzt ins Bett! Vielleicht fahre ich morgen zu Haruo, er ist heute aus Shanghai zurückgekommen und hat mich nach der Landung auf dem Handy angerufen. Er kennt seinen Plan für morgen noch nicht, aber er schreibt mir morgen Mittag eine Email. Gut, dass ich so spontan bin! Nicht. Aber das ist besser als gar keine Info, vorher wusste ich nämlich gar nicht Bescheid und ich hasse dieses Gefühl nicht zu wissen, auf was ich mich am nächsten Tag vorbereiten muss. Ist das typisch deutsch? Ich hasse auch Unpünktlichkeit ... Ich glaube, ich bin deutscher, als ich immer dachte.

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